Die Sonderausstellung «Frauen und die Alpsaison» im World Nature Forum Naters widmet sich der oft wenig sichtbaren Rolle der Frauen in der Alpwirtschaft der Region Naters. Seit jeher verbrachten die Frauen mit den jüngeren Kindern den Sommer auf der Alp, versorgten das Vieh und machten Käse und Butter, während die Männer weiter unten am Berg heuten, wässerten oder in der Fabrik arbeiteten.
Im Zentrum stehen Fotografien aus privaten Fotoalben von Bergbauernfamilien und die Erinnerungen von Zeitzeuginnen. Die Ausstellung ordnet die Alpsaison, seit 2023 immaterielles Kulturerbe der UNESCO, in die Lebens- und Arbeitswelt der Oberwalliser Bergbäuerinnen ein und zeigt am Beispiel einer Familie die «Firrerfahru»: das Leben an bis zu fünf Orten zwischen Tal und Alp im Lauf eines Jahres.

Die Ausstellung ist Teil von «Geschichten vom Berg» des Vereins Lebendige Geschichte(n). Zur Vernissage am 28. Mai 2026 kamen rund 150 Personen: Philipp Eyer und Jonas Scheu führten durch den Abend, die Historikerin Elisabeth Joris sprach über das Bild der Frauen im Wallis, und die Bergbäuerinnen Pia und Livia Eggel, Mutter und Tochter, erzählten von ihrer Arbeit. Zu sehen bis November 2026, im UNO-Jahr der Bäuerinnen.











